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Schuldenabbau hat Priorität

Zwei Jahre vor der nächsten Kommunalwahl hat die CDU im Beverunger Rat ein Zwischenfazit vorgelegt. Darin spricht sie Themen an, die aus Sicht der CDU besonders relevant sind.

Dazu zählen die Infrastruktur, die Schulen, das Weserufer und die BeSte Stadtwerke GmbH. Ob sie 2020 einen eigenen Bürgermeisterkandidaten ins Rennen schickt, ließ die Partei gestern offen. Das sei eine Entscheidung des Stadtverbandes. Stadtverbandsvorsitzender Stefan Böker gab gestern offen zu, dass die CDU dem unabhängigen Bürgermeister Hubertus Grimm zu Beginn skeptisch gegenüber gestanden habe. »Die Zusammenarbeit mit ihm und der Verwaltung hat sich aber als konstruktiv und fruchtbar erwiesen. Beide Seiten schätzen einander«, sagte Böker. Diese Zusammenarbeit will die Mehrheitsfraktion im Beverunger Rat fortsetzen – dabei aber natürlich ihre eigene Handschrift hinterlassen. Das habe in der Vergangenheit – angesichts der Haushaltssituation der Stadt – Kraft gekostet und sei auch nicht immer einstimmig ausgegangen, sagte Ralf Göllner.

Auch aus den anderen Parteien habe es herbe Kritik gegeben. Aber insgesamt sei es gelungen, seit 2015 Haushaltsüberschüsse zu erzielen und so die Verbindlichkeiten zu reduzieren. »Wir werden auch weiterhin alles hinterfragen, denn der Schuldenabbau muss oberste Priorität haben«, so Göllner. Zur Entwicklung der BeSte Stadtwerke sagte Göllner, der Vorsitzender der Gesellschafterversammlung der Stadtwerke Beverungen GmbH ist: »Der Verbund der Stadtwerke Beverungen, Steinheim, Borgentreich, Bad Driburg und Warburg ist auch aus heutiger Sicht richtig. Allerdings sind von 2014 bis heute handwerkliche Fehler gemacht worden, die uns als politische Vertreter in Handlungszwang gebracht haben.« Wie berichtet, wird sich die BeSte ab 2019 ausschließlich auf das Vertriebsgeschäft konzentrieren. »Wir als Stadtwerke Beverungen GmbH werden unser Stromnetz einem Käufer anbieten und gleichzeitig für den Erlös eine Beteiligung an unserem zukünftigen Netzbetreiber erwerben. Somit erhoffen wir uns vom Netzgeschäft keine Verluste mehr, sondern moderate Gewinne. Ziel müssen konstante Strompreise sein.«

Was die Stadtentwicklung angeht, habe man mit der Weser enormes touristisches Entwicklungspotenzial, das es zu nutzen gelte. Dank der bewilligten Fördergelder könne nun ein nächster großer Schritt gemacht werden. Mit den zur Verfügung stehenden Mitteln kann die Stadt unter anderem die Uferpromenade im Bereich des Dampferanlegers umgestalten. »Das neu entstehende Gastronomieangebot am Weserufer leistet einen enormen Beitrag zur Attraktivitätssteigerung und zum Gesamtkonzept Weserufer«, so die CDU, die betont, dass private Investitionen und Initiatoren auch zukünftig nach Kräften unterstützt und von der Verwaltung begleitet werden sollten.

In der Zukunft möchte die CDU unter anderem eine Selbstvermarktungsinitiative anstoßen, in der sich regionale Anbieter zusammen schließen und so bekannter werden könnten. Eine Leerstandserhebung im Rahmen des Handlungskonzeptes Beverungen 2013 soll helfen, Kontakte aufzuzeigen und somit potenzielle Investoren zu finden. Eine Inszenierung prägender Bauwerke mit Licht steht ebenso auf der Agenda wie die Diskussion darüber, wie Fördermittel für Kellerplatz und Weserstraße am besten eingesetzt, der Wohnmobilhafen gestaltet und die Neu-Aufstellung der Langen Straße begleitet und voran getrieben werden kann.

2018 08 29 Zwischenfazit WB
Die CDU zieht Bilanz (von links): Ratsmitglied und Ortsunionsvorsitzender Joshua Marquardt, Schriftführer Jonas Wagemann, Stadtverbandsvorsitzender Stefan Böker sowie die Ratsmitglieder Ralf Göllner, Fraktionssprecher Günter Weskamp und Sebastian Rapp. (Foto: Alexandra Rüther)

Artikel erschienen am 29.08.2018 im Westfalen-Blatt

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