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Kein Aussetzer im Fährbetrieb

CDU Herstelle plant Reparatur in Eigenregie – Stadt finanziert Material
In  Eigeninitiative  setzt  sich  der  CDU-Ortsverband  Herstelle  für  die Reparatur  der  ortseigenen  Weserfähre ein.  »Ohne  sie  fehlt einfach  ein  wichtiges  Stück  Tradition«,  betont  Stadtratsmitglied  Klaus-Dieter  Thesing.
Unerwartete  Wendung:  Entgegen  der  jüngsten  Äußerungen von  Beverungens  Bürgermeister Hubertus Grimm, der eine zeitnahe  Reparatur  der  TÜV-untauglichen  Fähre  zwischen  Herstelle und Würgassen in diesem Jahr aus finanziellen  Gründen  ausschloss (wir  berichteten),  soll  das  »gute Stück Dorftradition« spätestens in sechs Wochen wieder fahrtüchtig sein.
Die  Vertröstung  des  Bürgermeisters  auf  zwei  neue  Fähren von 2018 an wollten die Mitglieder des  Hersteller  CDU-Ortsverbandes  nicht  akzeptieren.  »Seit  fast 80  Jahren  ist  die  Fähre  dauerhaft in  Betrieb.  Dieses  Jahr  sollte  das keine Ausnahme bilden«, sind sich Willie Daniel (Vorstandsmitglied), Christian  Frewer  (stellvertreten-
der  Vorsitzender),  Klaus-Dieter Thesing  (Stadtratsmitglied)  und Ludger  Haneke  (Vorsitzender)  einig.
Noch  vor  zwei  Wochen  hieß  es seitens  der  Politik  und  Stadtverwaltung,  dass  man  die  anfangs konstatierte  Summe  zur  Neuinstandsetzung  der  Personenfähre (20 000  bis  25 000  Euro)  nicht kurzfristig  investieren  wolle.
Stattdessen solle die aus dem Leader-Förderprogramm  stammende Finanzspritze  in  zwei  komplett neue  Fähren  ab  2018  fließen.  Ein Schritt,  den  niemand  im  CDU-Ortsverband  Herstelle  abwarten wollte.
Auf Anraten seiner Kollegen habe er sich erneut mit Bürgermeister  Hubertus  Grimm  ausgetauscht.  Klaus-Dieter  Thesing: »Wir  sind  die  einzigen,  die  sich zur  Umsetzung  dieses  Projektes einige Gedanken gemacht haben.«
Demnach  will  die  Gruppe  die  im vergangenen  Herbst  als  TÜV-untauglich  eingestufte  Fähre  selbst reparieren.  Nach  einer  schnellen Abfrage aller Fraktionen im Stadtrat  habe  Hubertus  Grimm  kurzfristig grünes Licht für die Aktion gegeben.  Seitens  der  Stadt  wolle man außerdem für die Reparaturkosten  (Material,  TÜV,  Farbe)  in Höhe  von  etwa  5000  Euro  aufkommen. Nun  soll  es  schnell  gehen: »Wenn  alles  klappt,  können  wir die  Fähre noch  in  dieser  Woche vom Bauhof holen«, erklärt Christian Frewer. In den Werksräumen seiner  Stahl-  und Metallbaufirma Kronenberg  soll  die  so  genannte Gierseilfähre dann stückweise repariert werden. Einige Azubis aus
Frewers  Betrieb  hätten  ihre  Mitarbeit  direkt  zugesagt. Dabei  werden  Unterboden  und  Seitenteile als stabile Grundlage komplett ersetzt, anschließend soll der Innenraum  mitsamt  Spanten  und  Sitzmöglichkeiten angepasst und eingebaut werden. Die  geplante  Fertigstellung  sehen  die  CDU-Ortsverbandsmitglieder  in  naher  Zukunft.  Ludger Haneke:  »Wir  hoffen,  dass  in  ungefähr  sechs  Wochen  alles  erledigt ist.«
weserfähre
Artikel erschienen im Westfalen-Blatt, 12.04.2017
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