Demographische Situation der Dörfer - CDU Ortsverband diskutiert

Achtung, öffnet in einem neuen Fenster. DruckenE-Mail

Tietesen. Bei einer öffentlichen Veranstaltung des CDU Ortsverbandes Drenke-Tietelsen-Rothe wurde über die demographische Situation in den Dörfern und Möglichkeiten der Dorfgestaltung diskutiert.
 
Der Vorsitzende des CDU Ortsverband Robert Schauf, konnte als Diskussionspartner zu diesen Themen Heinz Kemper, den ehemaligen Vorsitzenden der Kreisbewertungskommission des Wettbewerbs „Unser Dorf hat Zukunft“, Bürgermeister Christian Haase, den Stadtverbandsvorsitzenden der CDU und stellvertretenden Bürgermeister Bernhard Villmer, sowie zahlreiche interessierte Bürger begrüßen.
 
Nach einleitenden Worten und Ausführungen von Heinz Kemper zu den Themen „Wandel der Ortschaften, Bevölkerungsrückgang, regenerative Energien, Kindergärten und Schulen, berufliche Perspektiven, Altenbetreuung, wie auch die finanzielle Situation der Kommunen“, rief Kemper die Ortsbevölkerung dazu auf, über Ihre Ortschaften nachzudenken und sich zu fragen, „Was müssen wir tun, damit unsere Ortschaften lebenswert bleiben“, und damit verbunden auch mal über den Tellerrand zu schauen, mal nach links und mal rechts zu schauen, was woanders passiert.
 
Bürgermeister Haase verdeutlichte die desolate finanzielle Situation der Kommunen in NRW. Leider sind in Düsseldorf deutliche Tendenzen zur Benachteiligung ländlicher Räume erkennbar. Daneben ist der demographische Wandel die größte Herausforderung, wobei sich die Geburtenzahlen mittlerweile stabilisieren. Trotzdem führe der Rückgang der vergangenen Jahre zwangsläufig zur Schließung von Grundschulstandorten, da nicht mehr genügend Kinder eingeschult würden. Der Schülerrückgang erfordert aber auch eine geänderte Struktur der weiterführenden Schulen.
 
Sehr angeregt diskutierten die Anwesenden über die geplante und vom Rat beschlossene, komplette Übertragung der Dorfgemeinschafts- bzw. Mehrzweckhäuser auf die Betreibervereine. Hierbei stand auch die Frage im Mittelpunkt, wie viel kann man den Bürgern auf den Ortschaften noch zumuten. Ein großer Teil der Pflege und Erhaltung wird bereits durch sehr viel ehrenamtliches Engagement verrichtet. Es stellte sich in der Diskussion aber auch heraus, dass in diesem Bereich noch Beratungsbedarf zwischen Stadt und den Hallenbetreibervereinen besteht, und auch die Zulassung neuer Optionen geprüft und möglich sein müssen.
 
Positiv hob Haase die Lebensqualität in unserem ländlichen Raum hervor. So hat der Kreis Höxter eine sehr niedrige Kriminalitätsrate und ebenfalls eine niedrige Arbeitslosenquote.
Zum Abschluss der Veranstaltung regte Heinz Kemper die Anwesenden dazu an, über die folgenden Fragen nachzudenken: „Wo steht wir im Jahr 2025? Wie stellen wir uns unsere Ortschaft vor? Wie können wir Bürger es organisieren, dass die Lebensqualität in unseren Ortschaften erhalten bleibt?“ All diese Fragen, so Kemper, ließen sich nur mit einer begleitenden Beratung und unter Mitwirkung aller Bürger beantworten.
 
 demo.tietelsen 
(von links) Kersten Foitzik, Robert Schauf, Walter Scheideler, Christian Haase, Konrad Rode, Bernhard Villmer, Walter Frischemeyer und Heinz Kemper

Zusätzliche Informationen