Information zur derzeitigen Schuldebatte

Aufgrund verschiedenster – sich widersprechender und teilweise falscher - Pressemitteilungen der SPD Fraktion möchten wir in dieser Form eine sachliche Darstellung der derzeitigen Situation wiedergeben.

Die rückläufige Entwicklung unserer Schülerzahlen macht es erforderlich, dass wir uns um die zukünftige Ausrichtung (und den Bestand) unseres Schulzentrums in Beverungen Gedanken machen müssen, wenn wir auch weiterhin alle Schulabschlüsse in Beverungen in hoher Qualität garantieren wollen.

Hier steht die CDU Fraktion über den Bürgermeister und den Schulausschussvorsitzenden seit Monaten in Kontakt zu den Schulleitern der Beverunger Schulen.
Einstimmiger Konsens aller Beteiligten war es bislang, dass, wenn man Veränderungen anstrebt, die Einrichtung einer Verbundschule zwischen der Haupt- und der Realschule favorisiert wird. Beide Schulzweige bleiben dann unter einem Dach selbstständig und erhalten. Die Möglichkeit der gymnasialen Ausbildung in einem Gymnasium sollte auch weiterhin möglich sein.

Grundsätzliche Zielsetzung der CDU Fraktion:
  • die Einrichtung einer Verbundschule - und zwar jetzt, wo noch alle Handlungsmöglichkeiten offen stehen - und nicht erst in den kommenden Jahren, wenn die Schülerzahlen weiter sinken
  • organisatorische Zusammenführung der HS und der RS unter einem Dach als Kooperationspartner
  • verbesserte Durchlässigkeit / Wechsel- und bessere Förderungsmöglichkeiten für die Schüler
  • die Eigenständigkeit des Gymnasiums sollte erhalten bleiben (Kreisweiter Schulentwicklungsplan ist in Auftrag gegeben -> Datengrundlage)
 
Hierauf aufbauend hat die CDU Fraktion im August dieses Jahres einen entsprechenden Antrag formuliert und in den Rat eingebracht. Ziel war es, einen Prozess anzustoßen, in dem die zukünftigen Möglichkeiten zum Erhalt des Schulangebotes ausgelotet werden. Immer vor dem Hintergrund, dass die bestmöglichen Bildungschancen für unsere Schulkinder ermöglicht werden müssen.
Mit Schreiben vom 20.09.2010 wurden die Schulen von Seiten der Rot-Grünen Landesregierung unterrichtet, dass man das bestehende Schulrecht zunächst nicht verändern will. Gleichzeitig möchte man aber in zwei Schulversuchen Gemeinschaftsschulen und ein verändertes neunjähriges Gymnasium erproben. (Warum die über Jahrzehnte praktizierte Form eines neunjährigen Gymnasiums nun auf einmal erprobt werden muss, konnte auch im Landtag niemand erklären!)
In den Gemeinschaftsschulen möchte die Rot-Grüne Landesregierung längeres gemeinsames Lernen zunächst ausprobieren und später schulgesetzlich verankern. Dies bedeutet, dass zumindest die Klassen 5 und 6 der weiterführenden Schulen gemeinsamen Unterricht erhalten sollen. Hier sollen auch gymnasiale Standards vermittelt werden – man möchte also auch die Gymnasien mit einbeziehen.
Hier liegt der Verdacht nahe, dass die Rot – Grüne (von den Linken tolerierte) Landesregierung ein Einheitssystem einführen möchte.
Um die Kommunen und Schulen zu neuen Modellen zu animieren, hat man einige Besserstellungen für Versuchsschulen in Aussicht gestellt:
  • Gemeinschaftsschulen können schon mit geringeren Schülerzahlen (69) gegründet werden
  • der Richtwert für die Klassengrößen liegt bei 24 statt bisher bei 28 Schülern
  • die Pflichtstundenzahl von Haupt- und Realschullehrern wird auf 25,5 Stunden reduziert
  • es gibt kleinere Zuschläge bei der Lehrerausstattung (halbe Stelle), für Förderunterricht und für die Fortbildung der Schulen
Um es zusammenzufassen, die Versuchsschulen bekommen mehr Lehrerstellen und finanzielle Mittel für Fördermöglichkeiten und die Lehrer haben weniger Pflichtstunden, bei kleineren Klassen.
 
Diese Informationen sind erst unmittelbar vor der anstehenden Beratung im Stadtrat veröffentlicht worden. Es ist daher verständlich, dass diese in Aussicht gestellten Möglichkeiten in den Schul-gremien kontrovers diskutiert werden.
Dies hat dazu geführt, dass die Schulleiter in der Ratssitzung am 23.09.2010 ihre bisherige Tendenz zur möglichen Einrichtung einer Verbundschule in Frage stellten.

Aus Äußerungen der Schulleitung in der Ratssitzung wurde deutlich:
Während die Hauptschule die Alternative einer Gemeinschaftsschule favorisiert, möchte sich die Realschule noch nicht festlegen und sieht noch Beratungs- und Diskussionsbedarf. Durch die Möglichkeit, wieder eine neunjährige gymnasiale Ausbildung anbieten zu können, sieht das Gymnasium Beverungen eine große Chance, wobei auch zukünftig entsprechend qualifizierten Schülern das Abitur in acht Jahren ermöglicht wird.

Der Rat hat in einem einstimmigen Beschluss den Bürgermeister beauftragt die Schulen zu bitten, ein Konzept für die Möglichkeit der Einrichtung einer Verbund- oder Gemeinschaftsschule zu erarbeiten und in der nächsten Sitzung des „Bildungsausschusses“ vorzustellen.
Während die Möglichkeit einer Verbundschule im Schulgesetz verankert ist und jederzeit beantragt werden kann, muss ein eventueller Antrag für die Einrichtung einer Gemeinschaftsschule noch in diesem Jahr gestellt werden.
Bei der Diskussion ist für die CDU Fraktion wichtig:
 
  • dass die gute schulische Ausbildung in Beverungen bleibt
  • dass wir für unsere Kinder die bestmögliche Qualifikation bieten
  • dass jede Veränderung nicht ohne die Schulen und die Eltern geschieht - der Elternwille hat für uns eine ganz große Bedeutung
Deshalb soll der Antrag der CDU als Anstoß zu einem offenen Prozess gesehen werden, bei dem die bestmögliche Lösung für die Bildung unserer Kinder im Vordergrund stehen muss.
Die CDU favorisiert  weiterhin einen differenzierten Unterricht – aber es sollte auch keine Denkverbote geben.
Der stellv. Fraktionsvors. Herr Andreas Gauding von der SPD kritisiert in seinem Artikel, dass sich seine Fraktion schon im Jahre 2007 mit diesem Punkt beschäftigt habe und die Verwaltung um Lösungsvorschläge aufgefordert hat. Ferner geht aus seinem Artikel hervor, die CDU hätte angeblich nur alte Unterlagen studiert. Das ist so nicht richtig.

Im Gegensatz zu Anträgen der SPD sagen wir, was wir möchten. Der genannte Antrag aus 2007 lässt mal wieder alles offen – nach dem Motto – überlegt euch was, diskutiert darüber und sucht euch was aus:
Wir bitten die Verwaltung schon jetzt, nach Lösungsmöglichkeiten (z.B.: Verbundschule, Regionalschule, Gemeinschaftsschule, Gesamtschule, Kooperation mit Schulen aus Nachbargemeinden) zu suchen, und diese mit den verantwortlichen Mitbestimmungsgremien in den Schulen zu diskutieren. 

2007 waren die Schülerzahlen aber noch nicht alarmierend und die CDU hat zunächst das Beibehalten an dem bewährten System unterstützt, bis die Schülerzahlen ein Handeln notwendig machen. Diese Situation ist jetzt erreicht.
Ändern um des Ändern Willen, halten wir nicht für richtig. Unsere Schulen leisten eine gute Arbeit.

Weiterhin wurde von dem sich selbst ernannten Eseltreiber der SPD, Herrn van Heynsbergen, vermerkt, die CDU wäre eine Horde Esel, die nur einen Schritt nach vorne geht wenn sie Schläge bekommt. (Zitat des WB)
Hätte Herr van Heynsbergen den Worten des Fraktionsvorsitzenden der CDU, Uwe Scherding, zugehört, hätte er entnehmen können, dass der Antrag als Anstoß zu einem offenen Prozess gesehen wird, bei dem die bestmögliche Lösung für die Bildung unserer Kinder im Vordergrund stehen muss und nicht -wie die SPD- nur eine Richtung vorgibt:  Einheits- oder Gesamtschule.


gez.  Uwe Scherding                                                        gez.   Günter Weskamp
Fraktionsvorsitzender                                                     stellv. Fraktionsvorsitzender
 
Teilen Sie uns Ihre Meinung mit –wie sehen Sie die zukünftige Ausrichtung des Schulsystems am Beverunger Schulzentrum?
Soll unser Schulsystem weiterhin differenziert bleiben oder sollen alle Schüler gemeinsam unterrichtet werden?
Ihre Meinung ist uns wichtig!
 

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