CDU erteilt Einheitsschule klare Absage

Beverungen (WB). Die Sicherung des vielfältigen Schulangebots im Bereich der Stadt Beverungen hat für die CDU höchste Priorität. Deshalb erteilen die Beverungen Christdemokraten der Einheitsschule eine klare Absage.

»Unsere Schulen leisten sehr gute Arbeit, die wir auch in Zukunft sichern und unterstützen wollen«, sagte CDU-Fraktionssprecher im Rat der Weserstadt, Uwe Scherding aus Amelunxen.
Vor dem Hintergrund des demografischen Wandels werde sich die Schullandschaft im Kreis Höxter verändern. Wichtige Daten hierzu werde die kreisweite Schulentwicklungsplanung bringen. Neben den Sachzwängen werde aber auch die politische Ausrichtung von entscheidender Bedeutung sein.
»Die NRW-Regierungskoalition aus SPD und Grünen, die unter Tolerierung durch die Linkspartei regiert, hat sich die Einführung einer gleichmacherischen Einheitsschule auf ihre bildungspolitische Fahne geschrieben«, sagte Scherding. Aber nicht nur die neue Landesregierung setze auf eine Schulwende, auch die Kreis-SPD strebe die Einrichtung von Gesamtschulen an, was bei einer Umsetzung auch die Schulen der Stadt Beverungen betreffen würde.
»Pikanterweise wird dabei immer auf den Elternwillen verwiesen, jedoch gibt es bislang keine konkreten Anfragen oder Anträge.« Dies sei auch nicht verwunderlich, sehe es mit der Akzeptanz der Bürger zu den rot-grünen Schulvorstellungen doch ganz anders aus, wie eine Forsa-Umfrage zeige. »76 Prozent der Befragten lehnen eine Einheitsschule ab!«
Die Einheitsschule werde dazu führen, dass viele kleinere Schulen schließen müssen. Die Gymnasien ständen auf der Abschussliste. »Und genau das will die CDU Beverungen nicht. Es wäre fahrlässig, das in unserer Stadt bewährte Schulsystem zu zerschlagen«, sagte Scherding
Wichtig sei, demografische Veränderungen zu bewerten und tragfähige Lösungen für die Schulen in Beverungen zu entwickeln. Eine organisatorische Zusammenarbeit zwischen Haupt- und Realschule unter einem Dach, wobei beide Schulformen eigenständig bleiben, wäre denkbar.
Die sich durch die organisatorische Zusammenlegung ergebenen Synergie-Effekte hätten eine Steigerung der Angebotsvielfalt und der Unterrichtsqualität sowie eine Verbesserung der individuellen Förderungsmöglichkeiten unserer Schüler und Schülerinnen zur Folge. Dies sollte aber nur als eine Möglichkeit angesehen werden und dazu dienen, den erforderlichen Gestaltungsprozess anzustoßen. »Wichtig ist, dass die Bildung, der qualifizierte Unterricht für unsere Kinder, im Vordergrund stehen muss und nicht irgendeine Parteienideologie«, sagte Scherding. »Die CDU lehnt die Bildung einer Gemeinschaftsschule ab, das Gymnasium soll in bisheriger Form bestehen bleiben.«

Artikel vom 26.08.2010

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