CDU-Spitzen wollen Brücken schlagenBeverungen(am). Die CDU ist eine Partei für alle Generationen und alle sozialen Schichten. Das haben die Bundesvorsitzenden der Jungen Union (JU) und Senioren Union (SU), Philipp Mißfelder und Otto Wulff, am Freitag in Beverungen betont. Die letzte große Volkspartei, die verschiedenen Alters- und sozialen Gruppen eine Heimat bietet - so haben Wulff und Mißfelder die CDU in der Stadthalle vor etwa 50 Zuhörern präsentiert. Dabei finde sich innerhalb der Partei ein breites Spektrum auch gegensätzlicher Positionen, wie etwa beim Thema Rente, sagte Mißfelder. So widerspreche er Norbert Blüm vehement in dessen Versprechen, die Rente sei sicher. »Das alte Umlagesystem hat keine Zukunft«, betonte Mißfelder. Demgegenüber pochte der SU-Vorsitzende Wulff auf das Recht der Älteren auf die volle Anerkennung der Lebensleistung. »Die Rente ist kein Almosen.« Eine Gesellschaft müsse auch daran gemessen werden, wie sie mit den älteren Menschen umgehe. Klare Position bezogen beide Redner gegenüber den politischen Vorhaben der SPD. Die Jugend müsse fit gemacht werden, Deutschland im weltweiten Wettbewerb zu behaupten, forderte Wulff. Das sei mit Einheitsschulen nicht zu machen. Mißfelder ergänzte: »Es ist den Kindern zuzumuten, dass sie nach Leistung eingeteilt werden.« Er machte die Rechnung auf, dass nur gut ausgebildeter Nachwuchs hoch bezahlte Arbeit bekomme, die viel Steuern einbringe, mit denen dann der Sozialstaat aufrecht erhalten werden könne. »Wohlstand beruht nur auf einer Tatsache: der harten Arbeit aller Menschen.« Doch schon bei der Schulbildung liege heute vieles im argen, sagte SU-Vorsitzender Wulff. Nach seinen Worten haben 60 Prozent aller Ausbildungsbetriebe damit zu kämpfen, ihren Lehrlingen richtig Rechnen, Lesen und Schreiben beizubringen.
auf dem Bild: (von links) Bernard Villmer (Stadtverbandsvorsitzender), Stephan Böker
(JU-Kreisvorsitzender), Bürgermeister Christian Haase, Philipp Mißfelder (JU-Bundesvorsitzender), Dr. Otto Wulff (SU-Bundesvorsitzender), Hubertus Fehring (CDU-Landtagsabgeordneter) und August Gröne (SU-Kreisvorsitzender) Artikel vom 10.04.2010
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